Runder Tisch der Religionen beider Basel

Weibliche und männliche Mitglieder des Runden Tischs der Religionen beider Basel sitzen an einem Tisch und besprechen sich.(Copyright Rebecca Häusel)

Am Runden Tisch der Religionen beider Basel beteiligen sich mandatierte Mitglieder von 17 verschiedenen religiösen Institutionen. Die Integrationsfachstellen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft bilden die Trägerschaft.

Der Runde Tisch der Religionen wurde 2007 auf Initiative der Fachstelle Diversität und Integration gegründet. Die Koordinatorin für Religionsfragen vertritt den Kanton Basel-Stadt und der Kanton Basel-Landschaft wird durch deren Integrationsbeauftragten vertreten. Er bezweckt den lösungsorientierten Austausch zwischen Religionsgemeinschaften, Behörden und Bevölkerung. 17 verschiedene religiöse Institutionen wirken mit: die in den beiden Basel öffentlich-rechtlich anerkannten sowie die in Basel kantonal anerkannten Gemeinschaften und die beiden Dachverbände Evangelische Allianz und Basler Muslim Kommission. Ausserdem sind die Serbisch-orthodoxe Kirche, die Islamische Gemeinschaft Bosniens, der Hindutempel Basel und die Baha’i-Gemeinde dabei. Die Koordination für Religionsfragen leitet den Runden Tisch. Die Mitglieder diskutieren gemeinsam aktuelle Fragen und Problemstellungen aus Verwaltung und Politik sowie Anliegen von Religionsgemeinschaften und Bevölkerung. Je nach Thema werden Fachpersonen aus der Verwaltung dazu eingeladen.

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Schule und Religion

Ein Themenfeld, das den Runden Tisch von Anfang an begleitet, sind Fragen zu Schule und Religion. Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass Kindern religiöses Wissen mit Sorgfalt vermittelt wird. Beide kantonalen Handreichungen zum Umgang mit religiösen Fragen an der öffentlichen Schule wurden am Runden Tisch diskutiert und mit Empfehlungen an die Erziehungsdirektionen BS und BL weitergeleitet.

Zum religiösen Unterricht innerhalb und ausserhalb der Schule gehören die staatliche Religionskunde im Rahmen des Pflichtunterrichts und der freiwillige Glaubensunterricht, der von den Religionsgemeinschaften verantwortet wird. Die Evangelisch-reformierte und die Römisch-katholische Kirche bieten an der öffentlichen Schule in Basel-Stadt einen freiwilligen und selbst finanzierten ökumenischen Unterricht an. Im Schnitt besuchen 75 Prozent aller Kinder der ersten bis sechsten Klasse den Unterricht. Alle übrigen Religionsgemeinschaften führen den religiösen Unterricht in ihren eigenen Räumlichkeiten durch.

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Informationsaustausch

Eine zentrale Funktion des Runden Tischs ist der regelmässige Informationsaustausch. Die Mitglieder diskutieren aktuelle Themen und gesetzliche Neuerungen auf Bundes- und kantonaler Ebene. Sie erhalten Einladungen zu religiösen und interreligiösen Anlässen und erfahren von Weiterbildungsangeboten.
Der Runde Tisch wirkt auch bei Aktivitäten des Interreligiösen Forums Basel und der Woche der Religionen mit. Er hat eine wichtige integrative und präventive Funktion, da Konflikte wie beispielsweise religiös motivierte Beschimpfungen rechtzeitig angesprochen werden können. In den gemeinsam erarbeiteten Leitprinzipien äussern sich die Mitglieder verbindlich zur Festigung des Glaubenslebens ihrer Mitglieder innerhalb des rechtlichen Rahmens und gleichzeitig zur Stärkung des friedlichen multireligiösen Zusammenlebens.

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