Anti-Schall

Anti-Schall-Projekt - mehr Musikqualität, weniger Schall und Rauch

Grafische Darstellung von Schall-Testmessungen
Darstellung von Testmessungen (Foto Rocket Science GmbH)

Der Trend in Clubs und bei Veranstaltungen basslastige elektronische Musik zu spielen, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Hierbei ist festzustellen, dass die tiefen Frequenzen in der Nachbarschaft vermehrt zu störenden Immissionen führen. Das Amt für Umwelt und Energie (AUE) ist diesbezüglich einerseits mit einer Vielzahl von Lärmreklamationen konfrontiert, andererseits aber auch mit der Forderung von Veranstalter und Betreibern, die Musikkultur nicht einzuschränken oder zu unterbinden.

In diesem Spannungsfeld bedarf es neuer methodischer Ansätze um ein Nebeneinander von lärmiger Nutzung und lärmempfindlicher Umgebung zu gewährleisten.

Das AUE hat daher in Zusammenarbeit mit der Anlaufstelle Zwischennutzung der Kantons- und Stadtentwicklung und einem auf Akustik und Tontechnik spezialisierten Unternehmen ein Pilotprojekt gestartet.

Ziel der Pilotversuche ist es, neue technische Massnahmen zu testen und deren Anwendbarkeit auf unterschiedliche Veranstaltungsorte zu überprüfen. Die Erarbeitung und Vermittlung konkreter Lösungsansätze soll einerseits den Veranstaltern die Möglichkeit geben, weiterhin basslastige Musik zu spielen und andererseits die tieffrequenten Immissionen in der Nachbarschaft zu reduzieren.

Hierzu wurden bereits erste methodische Ansätze zu Active Noise Control (ANC) beim Open Air Basel sowie zu Systemtechnik und Active Vibrational Control (AVC) im Club Kaschemme getestet.

Auskunft: Harald Hikel, Abteilungsleiter Lärmschutz (siehe Kontakt)